3.9. Bin gespannt wann die ersten "Fernsehpolizisten " nach "Wirtschaftsflüchtlingen Jagen.

 

 

 

We don't need another Hero /

Mia wolln ned no an Heldn

 

Aus de Ruinen, Krater und Trümmer,

derfan net de oidn Schlüß zogn werdn, .

Mia sand de Kinder, an uns bleibts hänga.

Mia sand de Letztn, de übrig sand.

Und i frog ob jemois, wos anders draus werd ?

Mit der Angst zum lebn, is oißs wos uns no bleibt.

 

Mia brauchan ned no an Heldn,

der uns sogt „ Ihr gehts jetz brav hoam.“

Wia werd der lebn der den Scheiß, überlebt ?

 

Es muaß doch wos gebn, des besser is,

wo ma si dann a drauf verlassen konn.

Mit Liab und Mitleid, ohne gehts ned mehr

oißs andre kummt, oiß Luftnummer daher.

Und i frog ob jemois, wos anders draus werd ?

Mit der Angst zum lebn, is oißs wos uns no bleibt.

 

Alle Kinda sogn :

Mia brauchan ned no an Heldn,

der uns sogt „ Ihr gehts jetz brav hoam.“

Wia werd der lebn der den Scheiß, überlebt ?

 

Was machan mia aus unserm Lebn ?

Do bleibt nur a Kreiz.

Werd unser Gschicht Erleuchtung sei

oder hörts im Dunkln auf ?

 

Alle Kinda sogn :

Mia brauchan ned no an Heldn,

der uns sogt „ Ihr gehts jetz brav hoam.“

Wia werd der lebn der den Scheiß, überlebt ?

 

Mia brauchan...

 

 

 

Setz Dich frei

 

30 000 Abeitsplätze, endlich gehts vorwärts.

30 000 Arbeitsplätze werden endlich frei.

Vui davon kommen endlich in de Frührente nei.

Für de Firma werd des olles sozialverträglich sei.

 

De Leiharbeiter werden als erstes

von ihrm Joch befreit,

des konn ja auf Dauer ned guad sei,

wenn ma sich Arbeit wo leiht.

Endlich is Schluß mit der Ungewissheit,

ob ma übernommen wird,

do gibts jetz Planungssicherheit,

ma woaß sicher daßs hoamführt.

 

De Andern sand im Niedriglohn

und gengan in Altersteilzeit,

de derfan jetz endlich aufstocken,

mei is des a Freid,

De könnan endlich von dem Geld,

des sie ned kriagn dann leben,

wichtig is nur, daßs ois sozialversichert,

de Statistik heben.

 

De wieder Andern miassn jetz

halt zum Jobcenter geh,

de wissen eh net wos zum toa is,

de kennan leicht osteh.

Hauptsach von der Firma weg,

de is eh zu fett

und wer zuviel Fett osetzt,

der is selten nett.

 

Da Rest muaß warten auf sei Rentenalter,

des vor eahna herlaaft,

wenn des wos ma gspart hod nimmer glangt,

werd as Haus verkaft.

Weil im Prinzip sans doch selber schuld,

an dem wos sie jetz nieder haut.

Hättens doch wos anders glernt,

zum Beispiel wia ma Elektroautos baut.

 

 

 

 

 

 

 

6.9. 

Was mich ärgert ?
Die ganzen vorgefertigten Meinungen. Diese Sprüche, die man nur teilen muß. Diese Emos, diese unsäglichen Zeichnungen die nicht einmal gute Comics sind. Man sucht dasjenige aus das der eigenen Stimmung am Nächsten kommen könnte und merkt irgendwann, dass man seine ganze Kommunikation mit drei Zeichen bestreitet. Wie kann man darauf antworten ? Mit dem gleichen Gimmick ? Wie redet man dann mit echten Mitmenschen, hält man ihm das Tablet vor die Nase und zeigt was man denken könnte, wenn man es ausdrücken könnte, anhand eines Gadgets ? Als Antwort kriegt man einen Spruch gezeigt den man schon seit Jahren immer auf FB gelesen hat und damals schon ratlos zur Kenntnis nahm.


Da stellen sich jetzt welche hin und betonen dass es doch bei uns schon genug Arme, genug Elend gibt. Die Obdachlosen, die Tafeln, die Minirentner und Andere.
Frage : Warum hat niemand etwas wirklich dagegen getan ? Warum haben wir zugeschaut als der Billiglohnsektor immer größer wurde , mit all seinen Langzeitwirkungen ? Hätte das Geld für die Bankenrettungen nicht locker für alle gereicht ? Mussten erst die Kriegsopfer kommen damit wir die Augen vor Armut öffnen ? Was nehmen sie uns weg, die eigene, gewohnte Armut ? Dann sollten wir den Betroffenen auch gleich helfen, statt sie als Gegengewicht aufzurechnen.

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