wenn am End a Anfang is

dann is des End

am End gar koa End

sondern der Anfang von am neuen End

des eigentlich bloß wieda a Anfang sei ko

von am neuen End

und dann is des ja am End

weils gar koa End gibt

a Anfang

oda ?

Du darfst kein E-Auto kaufen weil :

 

Die Reichweite zu klein ist, drum haben wir auch keine Ladestationen gebaut.

 

Es mit dreckigem Strom geladen wird, man könnte die Braunkohle nicht weiter abbauen.

 

Die Lithiumbatterien können schwer entsorgt werden, die passen nicht wie das Handy in den Mülleimer.

 

Die seltenen Erden werden zum Großteil in Kinderarbeit gewonnen, das ist zwar unmoralich, aber bei uns dürfen die ja nicht arbeiten.

Man hört es nicht, wenn man überfahren wird.

 

Weil sie nicht weiterlaufen, wenn man im Stau steht.

 

Sie nehmen der Waschmaschine den Solarstrom weg.

 

Wir müssen den Klimawandel abwarten, bis wir keine Heizung mehr brauchen.

 

Die E-Autos werden von Robotern gebaut, das kostet Arbeitsplätze.

 

 

 

 

Schauen sie nach indien.

Die Bauern da, drehen durch !

Rekordernmten ohne Genverbesserung haben die, angeblich.

Die pflanzen in weiteren Abständen.

Als obdie Pflanzen Licht bräuchten,

statt chemischem Protektorat.

Düngen tun die mit Kompost !

Möchten Sie ein Essen aufdemTisch haben

das mit Sachen erzeugt wird,

die verfault sind und verrottet.

 

 

 

 

 

 

Kölln ist auch so eine Sache.

Es heisst doch immer,

die Nordafrikaner sind so faule Individuen.

Also ich weiß nicht.

Rechnen Sie doch mal.

Es gibt ca. 50 Tatverdächtige,

es liegen 1150 Anzeigen vor.

Das heißt jeder hat plus/minus 25 Opfer abgearbeitet.

Hätten Sie das geschafft ?

 

 

 

 

 

 

 

 

Des mit de Flüchtlinge überfordert mi echt.

Wenn de so weiter geht, werd i sauer.

Jetz hob i scho 2 Tschobs und jetz no de.

Seit 4 Wochen bloß no Stress,

jeden 2. Tog Deitschuntericht,

ned für mi,

füa de.

 

 

I kumm hoam, bin total fertig,

do fragt mi mei Partner,

ob i wos glernt hob.

I wos glernt hob !

Wennsd des Grunggesetz sch erklärst,

host des dann a verstanden ?“

Soweit kummts no,

daß i mi selba unterricht.

Es is doch scho schwer gnua,

dene Deitsch zum Lerna,

jetz a no de lateinischen Buachstobn.

Hob i denn nix anders zum toa ?

Solidarisiern soll i mi,

gegen die Traglufthalle,

für neie Wohnungen,

gegen Stacheldrähte,

füa Willkommenskultur.

I glab i spinn.

Erst de zwoa Jobs,

dann Deitsch unterichten,dann zum Helferkreis um zum beraten,

wia des zuwenige Geld

und de zuwenige Personal,

möglicht vui eigsetzt werdn konn.

Klar iß i gern syrisch oda sonst arabisch,

des sand ganz neie Gschmacke.

Und des scheene,

bei denewaschn de Weiber ob,

wia sis ghört.

Oiso,

i tat narrisch werdn in dera Turnhalle.

I bin ja scho ned nei wias no frei war.

Sport is füa de des nötig hamm.

Fuaßboi,

11 gega 11,

des geht ja no,

wenn da Schiedsrichter koa Depp is.

Aber 200 ohne Schiri,

nix füa mi.

Bist do de Eltern überzeugst,

daß de Kinda ind Spielgruppe geh solln,

furchtbar.

 

De Gruppe machen a paar Freind von mia,

de trifft ma a nimmer in da Kneipn.

Wia bittschön solln mia uns sozialisiern ?

Do bleibt koa Zeit dafüa.

 

 

 

 

 

 

Früher war ich ja mehr so besitzergreifend,

eher Ich-bezogen.

In der Zwischenzeit hab ich mich zurückgenommen.

Wenn er kommt, laß ich ihm das Gefühl, daß er der Chef ist.

Ich frag auch nicht mehr, bei wem er heute schon war.

Die Kinder sind eh aus dem Haus,

da hat er schon mal seine Ruhe.

Abgewaschen hab ich mich,

es soll ja nicht nach Arbeit aussehen.

Des Wasser hab ich aufgesetzt,

aber ich weiß nicht was er heute will, Tee oder Kaffee.

Manchmal hat er ja Hunger wenn er kommt,

sein Leibgericht hab ich allerdings noch nicht rausgekriegt.

Der Sessel steht auf alle Fälle bereit,

der Hocker davor zum Füße hochlegen.

Wenn er die Schuhe anläßt lass ich mir nichts anmerken.

Wer weiß ob ich so einen noch mal finde.

Nur beim Windelwechseln wird er mir helfen müssen.

Das sollte drin sein ,

in den 23 Minuten,

die der Herr vom Pflegedienst hat.

 

 

 

 

 

 

 

Es heißt ja man soll seine Gehirnzellen trainieren,

ich hab da jetzt ein neues Memory erfunden.

Man setzt sich vor den Fernseher,

den ganzen Tag und versucht mit zu zählen

wie oft eine Meldung kommt.

 

Vom Morgenmagazin bis zu den 20h-Nachrichten.

Zusatzpunkte kann gewinnen, wenn jemand weiß die wievielte

Wiederholung einer Serie es jeweils ist.

Die kommen zwischen den Meldungen.

Die ganz Guten wissen nach drei Minuten

auch den Ausgang der Folge,

bzw. wer der Mörder ist.

Da bleibt man jung, die Repliken werden ja

reziprok zum Alter immer mehr.

Wer ganz tapfer ist, der zählt mit,

wie oft er im Jahr die Neubauer gesehen hat.

 

 

 

 

Wenn Polizisten fehlen, für wichtige Aufgaben,

warum nimmt man nicht die,

die im Fernsehen auf Streife sind,

Radfahrer ohne Klingel notieren

und Einbruchsopfern erklären,

sie sollen i9hre Türen und Fenster schließen ?

 

 

 

 

Eigentlich wollt ich ja ins Wirtshaus gehen

und ein paar Bier trinken.

Ich hab extra frei genommen von der Bürgerstreife.

Jetzt ist mir eingefallen,

die Anderen sind ja unterwegs

und ich war heute im Sonnenstudio.

Ich glaub ich bleib lieber Zuhause,

wir haben doch ausgemacht,

erst nachher fragen.

 

Ich bin so besoffen,

als wäre ich mit den Landfrauen auf Schlemmerreise gewesen

 

 

As Senior Hotel

Heartbreack Hotel / Elvis Presley

 

De Gsellschaft hod mi obgschobn,

hod an ganz neien Plods für mi.

Es is unten an der Einbahnstrass,

as Senior Hotel.

 

Do bin i und bleib i, Kinda,

do bleib i hocka

do bleib i hocka, bis i stirb.

 

Obwois scho ziemlich voi is,

hamms mi do no einedruckt.

De Pflegerzahl is gleich bliem,

der Pflegeplan nei druckt.

 

Do bin i und bleib i, Kinda,

do bleib i hocka,

do bleib i hocka, bis i stirb.

 

Ja, de Totenglockn leitn jedn Tog,

füa an andern Gast in dem Haus.

Des is hoid amoi a Einbahnstrass,

raus gehts nua mit de Fiaß voraus.

 

Do bin i und bleib i, Kinda,

do bleib i hocka,

do bleib i hocka, bis i stirb.

 

Solang i mi no dro erinnern ko,

und no woaß wos i erzähl,

solang merk i a, wia einsams is,

im Senior Hotel.

 

Do bin i und bleib i, Kinda,

do bleib i hocka,

do bleib i hocka, bis i stirb.

 

 

 

 

 

 

Parteiprogrammvorschlag

 

das noch in Arbeit ist und nie so richtig fertig wird,

weil wir ja eine demokratische Partei sind

und ständig am Bezug zu unserer ständig wechselnden,

aber nicht zu vernachlässigenden Basis arbeiten müssen,

nachdem die geschäftsordnungsmäßigen Voraussetzungen

für eine endgültige Gestaltung der

basisdemokratischen Meinungsbildung

vom harten Kern unserer Parteivertretung

dem Vorstand zur abschließenden Beratung

vorgeschlagen werden können.

 

Die Würde des Tieres ist unantastbar,

um eine Verwechslung mit dem Menschen auszuschließen.

Gnadenhöfe werden geschlossen,

das Futter wird für den

produzierenden Teil der Fauna gebraucht.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind gegen Darwin.

Noch nie hat ein Ochse einen Stier besprungen.

Wenn zwei Pinguinmännchen einen Stein ausbrüten wollen,

wird die Sinnlosigkeit klar.

Tieren ist ein langer Weg zum Arbeitsplatz zu ersparen.

Übernachten an der Produktionstätte wird nicht zu vermeiden sein, ebenso eine Konzentrierung.

 

Nur durch Sammlung der Hinterlassenschaften

grösserer Ansammlungen werden wir einen

Einfluß auf das Grundwasser,

sprich auf Lebensbedingungen erreichen können.

Wir werden uns auf die Herstellung von synthetischem Futter konzentrieren um organische Erträge der Flächennutzung

für die Erzeugung von Treibstoff zu nutzen.

Wir werden wir Zäune ziehen,

Grenzen setzen,

um den Massen die Orientierung zu erleichtern und

eine ausufernde Sinnsuche zu vermeiden.

Wir werden denen, die sie brauchen,

die Materialien für die Zäune in Rechnung stellen.

 

Der Name der Partei : „SSD“ Schweine sind Deutsch

 

 

Wenn da Wose rappd & hiphopt

 

I konns nimma lesen, werd ned dro genesen,

wia do in da Welt rumghaut werd.

I konns ned glaubn, ko meine Augn ned traun,

Ned mit mia,

sog i Dir,

bloß mia foit a nix anders ei.

Ned mit mia,

sog i Dir,

mi ziagst do ned mid nei.

 

In da Glotze laft der Fonse, jogt Verbrecher und de,

hoin an Anwalt und der haut sie raus.

Danach kocht da Schuhbeck, der recht gscheid daher red,

füa jedn der des hörn muaß, a Graus.

Ned mit mia,

i schau weg,

oda no besser, i schoit ab.

Ned mit mia,

i wui koa Gedeck,

weil i koan Hunga hob.

 

Da hams an Beitrag über an Schwarzfahrer gmacht,

der dann den ganzen Tog im Fernseher laft,

Zerst im MoMa, dann Kaffee oder Tee, danoch de Drehscheibe,

as Mittagsmagazin und Deutschland Heute, hamm a kaft.

Ned mit mia,

bevor no a Extra laft.

Ned mit mia,

weil is ned verkraft,

i steig aus, der Tog der hod mi gschafft.

 

Da Dalai Lama sogt, i soi mi schama, weil i oiwei no Vicha friss.

Da Bauer moant i soi nur Muich saufa, de ned ausm Supermarkt is.

Mia schmeissns vor i war a fauler Hund wordn,

Da Dalai Lama werd oiß scheene Frau wiedergeborn.

Ned mi mia,

sog i Dir,

i werd ganz durchnander.

Ned mit mia,

sog i Dir,

des konnst net bringa, sogt da Ander.

 

In da Zeitung steht, mia liefern so vui Waffen,

dafür kriagn de Konzerne an Hauffa Geld von dene Affen.

Wenn do wircklich Leut dro sterbn oder werdn verletzt,

kunnan mia dann und gebn de humanen Helfer aufd Letzt.

Ned mit mia,

tat i gern sogn,

aba des oißs hängt zsamm.

Ned mi Mia,

guit ned,

weil mirs Mei ghoitn hamm.

 

Es steht fest daß da Klimawandl sicher kummt,

aba uns is des wurscht, solang as Oschal brummt.

Es gibt so vui wos ma toa kannt, sovui schiafe Sachan.

Doch de Ausred is, wos konn i ois Oanzlna scho macha ?

Ned mit mia,

sagn ma gern,

i tat Eich gern wos schlaus raten.

Ned mit mia,

i sog Eich,

mia hamm uns selba verraten.

 

 

Mediziner aller Länder vereinigt Euch !

Wenn schon "normale" Olympioniken Ausnahmeregelungen für Medikamente kriegen,

sollte es doch eine Herausforderung für Euch sein,

für jedes Dopingmittel die entsprechende Spastik oder Traumatisierung für die Paralympioniken zu finden.

Was, das wisst ihr schon ?

Ach was,

in der Umgebung von Tschernobyl gibt es eine Häufigkeit dieser Phänomene ?

Besonders bei Freibadbesuchern ?

Diese tapferen Sportler !

 

 

 

 

Da Bodn is härter

 

I hock dahoam und hob mei Ruah,

wenn mi jemand oruaft daschrick i nua.

I bleib oiwei ruhig, konn ä ned davo,

weil sonst nix geht, bleib i hoid so.

 

I bin dahoam,

brauch koan Wärta,

hock im Rolli,

weil, der Bodn is härter.

 

I streich im Kalender jedn Tog der gwesen,

sonst kunnt i as Datum ganz vergessen.

Der Fernseher is nur Geräuschkulisse,

De Abendschau sogt, es is Zeit zum Essen.

 

Früher hob i gmoant i bin Sozialarbeiter

muaß mi um de andern kümmern, damits geht weiter.

Heid bin i froh daß i de nimma sehn muaß,

wennsd de „Freind“ triffst, dann sog koan Gruaß.

 

I bin dahoam,

brauch koan Wärta,

hock im Rolli,

weil, der Bodn is härter.

 

Es is oiß guad, oiß is Zucka wordn,

a wenn i wega dem meine Fiaß hob verlorn.

Aba sonst bin i gsund, hod a Arzt bescheinigt,

in bin koana den a bläde Krankheit peinigt.

 

Daß i sozial bin, muaß i stets an Jedem sogn,

weil wenn i wos verdien werds ma glei obzogn.

I bin ned deppad und a ned vermessen,

bloß aussortiert, a weng vergessen.

 

I bin dahoam,

i brauch koan Wärta,

i sitz im Rolli,

weil, der Bodn is härter.

 

A por Jahr hob i scheene bunte Buidl gmoit,

de Zeit is jetz do, wo mir do nix mehr eifoit.

De Vernissagen sand oiwei a guada Grund gwesen,

daß i amoi nauskumm, des konnst jetz vergessen.

 

Daß mei Hirnkastl ned ganz verkumma ko,

mach i boarische Texte, de Liada kennt ma scho.

Es is oiwei wichtig, daß ma wos Neis eifoit,

des mi mental dann doch bei Laune hoit.

 

I bin dahoam,

i brauch koan Wärta,

i sitz im Rolli,

weil, der Bodn is härter

 

 

 

 

 



 

 

Inklusiv

 

Hilfe is scho do,

wenn ma si wos leisten ko,

4000 kannt i absetzen,

wenn i 6000 am Lohnzettl hob,

I lass mir scho gern helfa,

do bin i gar ned so,

wer kon arbatn für 130ge,

wenn er braucht an 450er-Job.

 

Des bläde is, es trifft de Foischn,

de olle helfa woin,

de wo grundsätzlich guad san

und si überoi engagiern.

De miassn si verzettln

und tean a no Spendn zoin.

Vor lauta liabsei, vergessns oft

wos sie selba spürn.

 

Verstehts mi ned foisch,

i frei mi daß de gibt,

aber de kennan bloß Pflaster

verteiln, des a hamm.

Sie zreissn si für an Staat,

der sozial bloß vorgibt,

und nur soiche belohnt,

de scho guad beinander san.

 

I bin fürs Grundeinkommen,

jeder kriagt den gleichen Stock.

der is hoch gnua daß ma leben konn,

dazua verdient a jeda wos a mog.

De Leut de dann koa Arbat hamm,

weil neamands do zum kontrolliern,

de brauchan gar koa Angst hamm,

de tean ma voll integriern.

 

De derfan gern dann eisteign,

bei de Krüppel ais Assistenz,

sie wern dann a ois Minijob gmeldt,

wobei jeder sei Grundeinkommen erhält.

 

Der ICE hoaßt Mehdorn

City of new Orleans / Arlo Guthrie

 

Fahr amoi von Rosenheim noch Passau,

Im Zug drinn, do is kaum wos los.

manchmoi sitzt in jedem Abteil Oana.

An der Schranckn stehn de Autos o.

De Streckn is scho lang privatisiert,

ma werd von Leiharbeiter kutschiert,

vorbei an Landschaft , de eigentlich schee is.

De Züg fahrn oiwei weniger ,

fahrn grod no im Berufsverkehr,

es dauert länger bis noch Penzberg, wia noch Paris.

 

Servus sog i, Deitschland, wia gehts da ?

Es is scho klar, daß Du guad gschlaffa host.

I bin der ICE dens noch dem Mehdorn gnannt hamm

und i fahr auf de paar Schienen, desd ma lost.

 

In der Schweiz bauns durchn Gotthard Tunnel,

de Deitschn klatschn und schaun dabei zua.

Kummt der Zug an de deitschen Grenzn

is mit dem Nord-Süd-Express glei a Ruah.

Weil de Deitschen ewig planen,

denn der deitsche Ingenör,

der arbat vui liaba im Ausland, dahoam ißs schwer.

De Idee war dStrass entlasten,

war mehr Schienenverkehr,

doch mit der Umsetzung do ißs no weit her.

 

Servus sog i, Deitschland, wia gehts da ?

Es is scho klar, daß Du guad gschlaffa host.

I bin der ICE dens noch dem Mehdorn gnannt hamm

und i fahr auf de paar Schienen, desd ma lost.

 

Früher hamms doch alle damit ogebn,

daßs de Lasten von der Straß woin kriagn.

Jetzat bauns an Laster, de wia Züg fahrn,

konn mia jemand sogn, wia soll ma do no obbiagn ?

Des Gleisnetz hamms dann oba gfahrn,

baun nur no Superschnellbahn.

unser Bahn is jetz zum Globalplayer wordn.

 

Bahnhöf zerfoin und Schranken fehln,

aufgebne Streckn, ned zum zähln,

a guads Konzept, des is scho lang verlorn.

 

Servus sog i, Deitschland, wia gehts da ?

Es is scho klar, daß Du guad gschlaffa host.

I bin der ICE dens noch dem Mehdorn gnannt hamm

und i fahr auf de paar Schienen, desd ma lost.

 

 

 

 

 





wenn am End a Anfang is

dann is des End

am End gar koa End

sondern der Anfang von am neuen End

des eigentlich bloß wieda a Anfang sei ko

von am neuen End

und dann is des ja am End

weils gar koa End gibt

a Anfang

oda ?

 

 

 

Im Wartezimmer

 

Da Oane wart, daß sei Partner hoam kummt,

de Andre wart, daß er endlich geht.

De Oane wart, das si endlich was bewegt,

da Andre wart, daß er endlich steht.

 

De Hoffnung gibts no immer, daß des werd ned schlimmer,

daß de mia do gwählt hamm, eigentlich de unsern san.

Daß de amoi dro denga, ned bloß si selba wos schenga,

daß ins Parlament nua ghead, wer auf seine Wähler heart.

 

 

Mia machan einfach Mandl, dabei droht doch Freihandel.

Mia saufan uns zsamm, obwohl ma Haschisch hamm.

Mia glaubn jedn Schmarrn, mia machan uns zum Narrn.

Mia warten ohne Gschieß, auf des wos wichtig is.

 

Da Oane wart, daß sei Partner hoam kummt,

de Andre wart, daß er endlich geht.

De Oane wart, das si endlich was bewegt,

da Andre wart, daß er endlich steht.

 

De Welt werd oiwei wärmer, de meisten oiwei ärmer.

Wo früher Bauern warn, is jetz a Agrofarm.

Früher wars Erntedank, heid wandert oißs in Tank.

Wos früher dAchs gschmiert hod, des landt heid im Brot.

 

Den hauffa Nachrichten, kon gar Koana mehr sichten.

Wos in der Welt passiert, werd uns als Spot serviert.

Da Ferseher werd flacher, a de Programmm-Macher.

Mia warten ohne Gschieß, auf des wos wichtig is.

 

Da Oane wart, daß sei Partner hoam kummt,

de Andre wart, daß er endlich geht.

De Oane wart, das si endlich was bewegt,

da Andre wart, daß er endlich steht.

 

Es werd um Rechte diskutiert, dawei werd längst globalisiert.

Es werden Rechte gewählt, weil des den Widerstand stählt.

Es werd jeder beleidigt, der neds Vaterland verteidigt.

Das Leid ausm Kriag kumman, werd ned ernst gnumma.

 

Wenn de Städt zsamm kracha, tean ma im Keller lacha.

Wenn Bombn explodiern, dann sands mia de kassiern.

De Welt geht vord Hund, aber mia bleibn no gsund.

Mia warten ohne Gschieß, auf des wos wichtig is.

 

Da Oane wart, daß sei Partner hoam kummt,

de Andre wart, daß er endlich geht.

De Oane wart, das si endlich was bewegt,

da Andre wart, daß er endlich steht.

 

 

 

Also was steht heute noch an ?

Ach ja, ich muß noch Petitionen unterschreiben.

 

Gegen die Abholzung des Indonesischen Regenwaldes für Palmöl.

Gegen die Abholzung des Brasilianischen Regenwaldes für Rinderzucht.

Gegen die Abholzung des Venezuelanischen Regenwaldes für die Avocadozucht.

Gegen die Abholzung des Malayischen Regenwaldes für die Annanaszucht.

Gegen die Abholzung des Mexikanischen Regenwaldes für mehr Soja.

Gegen die Abholzung des Kanadischen Regenwaldes für mehr Ölsand.

Gegen die Abholzung des Deutschen Regenwaldes für mehr Flüchtlinge.

Gegen die Abholzung des Bayerischen Regenwaldes für mehr Gewerbegebiete.

Gegen die Abholzung des Französischen Regenwaldes für mehr Jakobsmuscheln.

Gegen die Abholzung des Vietnamesischen Regenwaldes für mehr Pankreasfische.

Gegen die Abholzung des Amerikanischen Regenwaldes für mehr Mais.

Gegen die Abholzung des Chinesischen Regenwaldes für mehr Chinesen.

Gegen die Abholzung des Regenwaldes zur Renaturierung des Regenwaldes.

 

Für heute hab ich genug für die Welt getan.

Morgen ist der Tierschutz dran,

Übermorgen die Ernährung,

dann kommen die Menschenrechte,

der Verbraucherschutz,

die Befreiung des Ichs,

der Weltfrieden.....

 

Ich wollte ich könnte alles auf einmal machen !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiesnliabschaft

 

I hobs ganz genau gsehn, Du host rüber glächelt,

Du host a a bisserl mitm Halstiachal gfächelt.

Du host so verschmitzt über sei Schulter gschaut,

war Er ned gwesn, i hätt mi glei wos traut.

 

Des host doch so gmoant, oda ?

I hobs doch ned auf de Augn.

Oda wuist Du mi verarschen,

soll i nur zum Deppn taugn ?

 

I bin doch so schüchtern und sogs a grod raus,

i konn einfach ned wegschaun, bis jetz ißs a Graus.

I brauch erst wos zum tringa, danoch werdn ma schaun,

war Er ned dabei gwesn, jetz tat i mi traun.

 

Des host doch so gmoant, oda ?

I hobs doch ned auf de Augn.

Oda wuist Du mi verarschen,

soll i nur zum Deppn taugn ?

 

I hob zwoa Bier gsuffa, Du kitzelst mein Nerv,

i geh zu Deim Tisch, frog ob i mi hisetzn derf.

Nebn Dir, de laare Hosn, hod mi freindlich oglacht,

dann derf i mi traun, hob i mia dann dacht.

 

Des host doch so gmoant, oda ?

I hobs doch ned auf de Augn.

Oda wuist Du mi verarschen,

soll i nur zum Deppn taugn ?

 

I spendier no a Rundn, Dei Balkon lacht mi o,

I verzähl a poor Witz, Dei Freind lacht grod a so.

Du zupfst rum an Deim Dirndl, des foit ma fei auf,

vielleicht geht Er ja früher und i kriag an Lauf.

 

Des host doch so gmoant, oda ?

I hobs doch ned auf de Augn.

Oda wuist Du mi verarschen,

soll i nur zum Deppn taugn ?

 

Doch des Arschloch bleibt sitzen, Du busselts den ob,

do stellts mia de Haar auf, jetz werd i glei grob.

Okay, i hob wos trunga, aber des is jetz ned recht,

i bin so a netter Bursch, aba jetz werd ma schlecht.

 

Des host doch so gmoant, oda ?

I hobs doch ned auf de Augn.

Oda wuist Du mi verarschen,

soll i nur zum Deppn taugn ?

 

Du bist so a feschs Diandl, mia kanntns doch macha,

wiaris Da rod son wui, kumd vo fern schiachs Lacha.

I speib untern Tisch und dawisch Seine Schua,

hob sein Kruag no vo unt gsehn, dann war auf da Wiesn a Ruah.

 

Des host Du doch.....odaaaa ebba ned ?

 

 

 

Widervereinigung

 

Die Treuhand war nur eine Versuchsanordnung,

für die Troika an Grichenland.

 

Der Osten hatte schon damals Schläferzellen im Westen,

Aufgeweckt von Dummdeutschen.

 

Seit dem Tag der Vereinigung ist es gesellschaftsfähig

nicht singen zu können und es trotzdem in der Öffentlichkeit zu tun.

 

Es war Damals wie Heute,

Sie wollten Demokratie und bekamen Kapitalismus,

Wir wollten Europa und bekamen Kapitalismus.

 

Im Osten konnte man alles üben,

was im Westen zu mühevoll war,

Niedriglohn, Leiharbeit,

Geld vorschießen um Forderungen zu haben.

Alles nur um zu helfen und später gesamtdeutsch anzupassen.

Das Experimentierlabor der Austerität.

 

Die Ossis habem schnell gemerkt,

daß unsere Parteien sie nicht vertreten.

Unseren alten Parteien viel nur ein,

beleidigt zu sein.

 

 

 

 


In den letzten drei Tagen hab ich jetzt ca. 6x den Bericht eines verdeckten Ermittlers über Kaffeefahrten gesehen.

Es sagt doch viel über das Zielpublikum des ZDF aus.

Bei Alzheimer kann man gar nicht oft genug wiederholen.

Die fahren ja auch erst seit 30 Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

Geschnadergehüpfeltes

 

I drah an Fernseh auf und

i schau ma wos o,

egal wos für a Sender,

wurscht ißs sowiso.

 

I siehg den Ami mit Perückn

und des Weib des hart grinst,

do braucht koana mehr zu mir sogn,

hoits Mei Du spinnst.“

 

Dann kumman de Nachrichten

und de moanan i bin bläd,

de wolln mir erklärn daßs

mit der Türkei bloß holprig geht.

 

Mit de Griechen do erzählns mir

daßs nur konsequent warn,

dabei sogt de EU ganz einfach,

mia reich und ihr arm.

 

De Außengrenzn solln ma schützn

damit koana mea reikummt,

dawei ißs einfach, weil de Boote

gengan alloa aufn Grund.

 

I konns nimma sehgn,

es geht nix mehr um.

Des oanzige wos ned gwichtig is,

san de Weiber bei der Klum.

 

 

 

Dylanische Assoziation

 

Masters of War !

Forever Young,

With God on our Side ?

It ain't me Babe,

I shall be release.

All along the Watchtower,

Shelter from the Storm.

 

One Too Many Morning,

She belongs to me,

Visions of Johanna.

Lay Lady Lay,

Tomorrow is a long Time,

A fool Such as I,

Knockin' on Heavens Door.

 

You're a big Girl now,

Just like a Woman,

I want you.

Love rescue me,

Careless Love,

When you awake,

Girl of the North Country.

 

It's alright Ma,

The Times they are a changing,

Things have changed,

Don't think twice, it's all right.

Oh Sister,

Changing of the Guards,

If You see her, say Hello,

It's all over now, Baby Blue !

 

 

 

Nur wer gegen den Nobelpreis für Dylan protestiert wird dem Künstler gerecht !

 

 

 

 

 

 

A harts Weda

 

I laaf barfuaß durch den Baatz und i fühl wia no kloa.

Der Weg is voller Lettn, i kumm mia so bio vor.

Den Dreck hods obgschwoabt, aus dem Riesenfeld mit Mais,

es hod hoid mehra grengt, do is koa Hoit für den Scheiß.

 

Aus dem Boch is a Kanal wordn, do gehts schnurgrod nunta.

Untn an der Dorfstraß gengan de Keller unta.

De Häusa laffan langsam voi, de Gschäfte saufan ob,

schuid bin nachat i, weil i koan Wetterbericht ghört hob.

 

Jetz hamms a neie App, do is de Ansage genauer,

do konn ma sogn wos noß werd und a ganz genau de Dauer.

Wer dann ned zeitig abhaut, der is a ned versichert.

Der Bauer kriagt sein Bodn ned zruck, der Bauunternehmer kichert.

 

De Felder werdn bloß no braucht, daßs den Dreck vertrogn

der aus Hehna- und Saustoi, werd gliefert in Tankwogn.

Sie sogn es is a Blädsinn, wenn si do wer auffiert,

weil des mitm Grundwasser beim Fracking eh passiert.

 

Sie schützen de Verbraucher, do werd jetz echt wos toa,

es gibt vui neie scharfe Gesetz, sie baun do scho vor.

Koana derf sei Zeig Bio nenna, wenna neba so Felder liegt,

wenn ma von seim Hof so an stingaten Riesensaustoi siehgt.

 

 

                                                   Über mich

 

Aber es is koa Grund zum aufregn, de Welt geht doch ned unta,

des wos uns ned passt, schick ma hoid noch Afrika nunter.

Mir sand a solidarisch, mit de armen Leut do unt

und schütten uns des Wasser von Nestle in den Schlund.

 

De Gletscher taun scho ob und der Permafrost vergeht,

durch des Klima bleibt der Wind aus, so daßs Gwitta länga steht.

Mia bereiten uns aufd Flut vor, lernan Kinda nimma schwimma,

de Konzerne werdns scho regln, daß gnua Schiffal herkemma.

 

Des werd zwar ned umsonst sei, aber wos soi ma sonst macha,

de de wo ned gnua hamm, hamm jetz a nix zum Lacha.

Weil einfach nur arm sei, is koa Grund zum mitfahrn,

de Wirtschaftsflüchtlinge, de kennan mia uns glei sparn.

 

 

 

 

 

 

10 kloane Wanderer

 

10 kloane Wanderer, de werdn oiwei mehra,

ned bloß in Dresden, in de Köpf, von Aachen bis nach Gera.

 

Sie nennan sie alternativ, soweit is des Wort gstürzt,

es werd a nix mehr ausgredt, es werd alles nur verkürzt.

Sie hamm des von de Grossen glernt, a Volkspartei des samma

und nehman statt de Inhalt, von de Sachan nur de Nama.

 

In unsre Redn schreim mirs nei, sand dabei recht laut.

Mia passen aber auf, daßs koana ins Programm eibaut.

Weil nur mit eifachem Satzbau und hintenrum eischleicha,

konn ma des Volk, des glaubt es wärs, überhaupt erreicha.

 

10 kloane Wanderer.....

 

De, do wo ma gmoant hod, de liegn in ihra Gruft,

kriachan aus de Löcher und wittern Morgenluft.

Auf jeda Party mid vui Sekt und wenig Erbschaftssteuer,

derf ma jetzad wieder sogn, Gerechtigkeit is zu teuer.

 

Mia brauche neie Maßstäbe, de sich scho moi bewährt hamm,

weil wenn ma olle human wärn, do brechats Kapital zsamm.

Beim kloana Mo, der eh nix hod, is eh scho oiß global,

weil wennsd di umschaugst auf da Welt, is Armut ganz normal.

 

10 kloane Wanderer...

 

Jeder der an Schmarrn verzählt, beruft si auf sei Grundrecht,

do hod er dann a Recht, bläd dabei is nur, er kennts schlecht.

Wos nutzt as freie Meinungsogn, wenns neamands versteht,

wenns ned um an Diskurs geht, wenn ma schreit statt daß ma redt.

 

De wo de Partei führn, sand gwapped und studiert,

an dem wos do „ihr Volk“ bleart, sans ned interessiert.

De wolln ihrn Ox ins trockne bringa, daßn koana schlacht,

der vielleicht an Hunga schiabt, Gulasch für Olle macht.

 

10 kloana Wanderer...

 

 

 

 

 

 

 

Klimawandel

 

Da Herbst bliat auf,

as Weda werd triab,

do konnst no so oft sogn

daßd an Sommer hosd liab.

 

De Blattl foin oba,

werdn fürn Igel as Nest,

wenns koana wegblost,

sondern einfach liegn läst.

 

Ausm Boch steigt der Dampf auf,

do werd Nebel draus.

Viecha de überwintern

baun ihre Höhlen aus.

 

Wer glabt, feiert Kirda,

sogt für sei Ernte dank.

De Landwirt, de no Bauern san,

putzen oißs blitzblank.

 

Es werd nimma ruhig,

es werd nimma staad,

weil drin in da Stod,

a andrer Wind waht.

 

Es werd nimma bremst,

es gibt koa staade Zeit,

es geht nur no um Gschäfte

und Geld weit und breit.

 

Koana woas no wos gfeiert werd,

hauptsach er hod frei

Bleama gibt an an Valentin,

Halloween feierns nei.

 

Und de Jahreszeitn,

wern oiwei gleicha werdn.

Am Schluß werd uns dann bloß no

Tog und Nacht störn.

 

 

 

 

 

 

 

Spad dro

 

In da Liab bin i Fachmann,

zumindest im Hirn.

I hob ma oiß beibracht

und des ganz ohne Dirn.

I war voll präpariert,

für den Fall daßs passiert.

An de Madl wollt i mi hie reibn,

doch i sollt ihr guada Freind bleim.

 

 

Zwischen „Liverpool“ in der Schiller

und am „Bee Jee“ im Karlstor,

oda dem „Blow Up“ in der Barer,

kumm i ma oft wia a Depp vor

De Tüasteher hamm bloß grinst,

wennsd nur Du wieda kimmst.“

Wenns olle dann versorgt warn,

bin i ois Konditor ind Arbat gfahrn.

 

Am Bettrand bin i gsessn,

von am Madl auf des i steh,

In da Liab bin i a Fachmann,

do konnst üba oißs redn,

drum erzähl ihr i Depp

von ihrm Ex ders no mog.

Manchmoi glab i den selber,

den Schmarrn den i sog.

 

I war immer der Vermittler,

bei mir is nia nix gwen,

für den Fall daß doch amoi,

hob i de Kolle-Filme gsehn.

Zwanzg Johr warn über dRundn,

i hob doch oane gfundn,

hob gmacht wos i gsehn hob

aba glaubt hods ma nix.

 

Später hob is dann gheirat,

es war a super scheene Zeit,

daß i dann oißs verhaut hob,

des ärgert mi no heid.

Nachdem sie de erste war,

bin i neugierig wordn,

wias mit andere sei werd ,

sie is ganga im Zorn.

 

 

 

 

 

 

 

 

Grodaus ohne Linie

 

Mit dem Freihandel, do is des so a Sach,

mit de oana Abkommen, do hoit ma Afrika flach,

bei de andern san mia Deppen, kanntn de Opfer sei,

de soin uns Aufschwung bringa, redn mia uns ei.

 

Bei der Energie machma oiß anders, alles werd jetz nei.

Nur noch de Kraft de sauber is, redn mia uns selber ei.

Der Ölpreis sinkt, de Braunkohle stinkt, wos passiert denn jetz ?

Es tuat uns leid, des neie Zeig passt einfach ned ins Netz.

 

Des geht einfach ned dezentral, des muaß ma strukturiern,

do konn ned jeda kumma und wos eignes konstruiern.

Ma muaß doch an de Mehrheit denga, derf koan übergeh,

dem Gemeinwohl werd ma bloß gerecht, bleibts Monopol besteh.

 

Im Export samma große Spitze und a im obkassiern,

do wär des doch bloß lästig, tats uns interessiern,

wias dem Kloana Mo geht, der bringt oiß durchanand.

Aufd Letzt buid der si a no ei, er wär wichtig im Land.

 

Mia hamm de Sach im Griff und do gebn ma a nix her,

weil wenn mas teilen erst ofangt, tuat si de Börse schwer.

Unsa Wirtschaft is am aufblian, praktisch ohne Unterlass,

sollt wirklich a Problem auftaucha, europäisiern mas.

 

 

Mia lassen Länder ned ausbluatn, mia nehman nur de Guatn,

 

mia versprechan eahna Gelder und kaffan ihre Felder.

Mia sand sozial in olle Poren, redn sogar mid Diktatoren,

dene schick ma a Soldaten, de beim Grenzausbau beraten.

 

De solln ihre Leut behalten, es is wurscht wia de dann lebn,

oda ob de ohne Chancen in de hoaße Wüste gehn.

Mia miassn den klar macha, es is zwecklos, los zum laffa,

weils am End ja eh bloß, im Mittelmeer obsauffa.

 

Unsre Politiker, de wissen, wenns de Reichen nimma gfoid,

dann gibts a boid koan mehr, der Parteienspenden zoid.

Drum sands am Aufpassen, daß wachst, wos dene ghört.

Ihre Posten de wollns bhalten, a wenns den Wähler stört.

 

Solang koana zum wählen geht, reicht als Mehrheit 12 Prozent,

solang san sie de Volkspartei, de sich als Gwinner wähnt.

Solang gibts koan Grund zum ändern, solang is alles guad.

I wünsch de Pole schmelzen ob und schwoam de olle fuat !

 

 

 

 

 

 

Marktgeschrei

 

Jeden Tog hab i zuagschaut,

wias nebeno nei baun,

jetz hob i mei neis Hörgerät,

muaß mi nacham Anwalt umschaun.

 

Des ganze Monat war Bsuach do,

des war a Riesenhetz.

Doch de Probezeit vom Notruf,

is obglaffa jetz.

 

Mei Katz is jetz stocksauer,

weil i mi zfui beweg.

Damids mi wieder mog

laß i dSchmerzsoim liaba weg.

 

Mit dem neien Treppenlift

kumm i jetz ind Höh

doch weil da Rollstui unten bleibt

ißs nunter doppelt schee.

 

Mei Frau war beim Feelmann,

der hod guade Preise,

jetz konns mi besser sehn

und schickt mi aufd Reise.

 

Heid is ma so komisch,

mia werd koid und warm.

Vielleicht is des Zeig schuid,

des Pflaster im Darm.

 

Früher war des Bockspringen

a Kindaspui und nett,

heid is mei oida Federkern

a Boxspring-Edel-Bett.

 

I nimm jetz des vom Kürbiss

muaß jetz nimmer so oft raus.

Mei Potenz werd a gschont,

aba des bin i gwohnt.

 

Advent

 

Da Winter kummt draußd

und i lieg im Bett,

i geh do ned naus,

weil do is ned nett.

 

Schee langsam wers frostig,

überoi auf da Welt.

Global werds oiwei kühler,

de Temperatur fällt.

 

Es werd oiwei kälter

zwischen de Leut.

Es is scho a garstigs,

komischs Klima heut.

 

De Wörter de glangan

si so furchtbar koid o.

Des Gwand des olle ohamm,

is ganz brüchig scho.

 

Ma konn si ned umschaun,

es taut nix mehr auf,

da Hois is so gstarrig,

vui sand grausam drauf.

 

De Welt is saukoid wordn,

do bleib i im Bett.

I geh nimma naus,

do is neamads mehr nett.

 

 

 


Is des eigentlich a gesellschaftliche Aussage, wenn der Wickeltisch in der Behindertentoilette steht ?







 

 

Für immer brav

 

Bleib schee auf Deim Nachtopf sitzn, tua do nix daneben spritzn,

tua ned ungeduldig sei, leg so, wia sis ghört, Dei Ei.

Bist Du dann im Kindergarten, lernst beim Essen scho as warten.

Machst für de Andern gern an Deppn, dann helfan Dir de Tabletten.

 

Dann host a nia a Problem,

dann konnst ganz geschmeidig lebn.

Dann fallst Du a nia ned auf,

as Lebn nimmt ohne Di sein Lauf.

 

Wennsd Dei Schuitütn kriagst, den Riesenranzen durchd Gegend ziagst,

dann konzentrier Di guat und lern, laß Di ned von de Andern störn.

Laß Di ned zum spuin verführn, tua Di darauf fokussiern,

wos Di späda ned behindert und ned Deine Chancen mindert.

 

Dann host a nia a Problem,

dann konnst ganz geschmeidig lebn.

Dann fallst Du a nia ned auf,

as Lebn nimmt ohne Di sein Lauf.

 

Lern einfach, a wenns frustriert, am Gymnasium is scho reserviert.

Wos bei der Bank wär späda schick, oda sowos mit da Informatik.

Der Pubertät werdn mia scho her, Hauptsach Du werst koa Handwerker.

Du sollst jetz erst amoi studiern, a ruhigs Lebn konnst späda führn.

 

Dann host a nia a Problem,

dann konnst ganz geschmeidig lebn.

Dann fallst Du a nia ned auf,

as Lebn nimmt ohne Di sein Lauf.

 

Der Bachelor is ois nächstes dro, kumm bloß ned mit an Partner o.

Mia zoin Dir des klone Zimma, füa zwoa langt des nia und nimmer.

Du machst dann no zerst an Master, foist so a nimmer durchn Raster.

Von Kinda woin ma garnix hearn, Du konnst eh Neamads ernährn.

 

Dann host a nia a Problem,

dann konnst ganz geschmeidig lebn.

Dann fallst Du a nia ned auf,

as Lebn nimmt ohne Di sein Lauf.

 

Dann bist studiert, endlich normal, der Rest vom Lebn is nur formal.

Du derfst endlich zoagn wosd konnst, in vier Jahr fünf Praktika, umsonst.

Du fliagst ausm Studentenheim, tuast fleissig Bewerbungen schreibn.

Doch olle sogn Dir, sei geduldig, schließlich bist Du selber schuldig.

 

Dann host a nia a Problem,

dann konnst ganz geschmeidig lebn.

Dann fallst Du a nia ned auf,

as Lebn nimmt ohne Di sein Lauf.

 

Bleib ganz ruhig, bleib geschmeidig, tua ned so rum, sei ned wehleidig.

Tuast hoid kellnern, oda Fahrer sei, wichtig is, Du zoist ind Rente ei.

Bleib ganz ruhig, bleib korrekt, auffoin tuat bloß wer oeckt.

Wos aus uns werd, sogn de de führn, für de muaßt di Du rentiern.

 

Dann host a nia a Problem,

dann konnst ganz geschmeidig lebn.

Dann fallst Du a nia ned auf,

as Lebn nimmt ohne Di sein Lauf.

 

Des mim selbstbestimmtn Lebn,

konns in Wirklichkeit ned gebn.

Des mit dem Lebn, des is so frei,

is bloß a linke Spinnerei.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wert macht Wertschätzung ?

 

Künstler sind ja so sensibel,

sonst wären sie es ja nicht.

Nur wenn sie nicht so gut dastehn,

kann man das Genie auch sehn.

 

Wenn sie ihre Künste zeigen,

sollten sie schon neutral sein.

Denn die Künste sind so sinnlich,

da kann man nicht parteilich sein.

 

Da sitzt man so schön zusammen,

trinkt sein Bierchen ist entspannt,

da kommt jemand auf die Bühne,

singt von Beirut, allerhand.

 

In Medien soll alles schnell sein,

nur das Neueste wird erwähnt,

hört man dann mal alte Verse,

muß der Autor auch tot sein.

 

Einer will gar was verkaufen,

der nimmt wirklich Geld dafür.

Die Gemälde sind letzjährig,

für die Presse nicht die Kür.

 

Der Gewinn sollte doch helfen,

weil man doch sensibel ist.

Dem Künstler direkt Geld zu geben,

wäre für die Seele Mist.

 

Für Schöngeister ist selbstverständlich,

dass Anderen geholfen wird.

Sich selbst zu helfen wäre schändlich,

nur Verzweiflung Kunst gebiert.

 

Man könnte ja den Spieß umdrehen

und hinweisen auf die gute Tat,

klappern um für den Empfänger,

zu steigern dann das Resultat.

 

Berichten, dass diese Aktionen,

guten Ideen Schwung verleihn,

dass durch seinen Kauf ein jeder,

kann helfender Spender sein.

 

Ich kann eines von mir sagen,

wenn ein reicher Mann ich wär,

würde ich lieber Bargeld spenden,

weil ich auch reich, ein Gutmensch wär.

 

Ich könnte es mir dann auch leisten,

für meine Werke, die mir wichtig sind,

deren Entstehung ich begleitet,

zu verlangen was sie mir Wert sind.

 

Künstler sind ja so sensibel,

sonst wären sie es ja nicht.

Nur wenn sie nicht so gut dastehn,

kann man das Genie auch sehn.

 

 

 

Wahlgewinn

 

Der Trump hat jetzt die Wahl gewonnen,

Unheil wird über die Weltkugel kommen.

Die Amis werden überall Fracken,

die Kanadier den Kopf in den Ölsand stecken.

Die Australier für Flüchtinge die sie sichten,

auf Inseln Gefängnisse errichten.

Die Taliban werden Bomben werfen,

egal wieviel Minen andere entschärfen.

Der Erdogan wird eine Diktatur erschaffen,

die Deutschen liefern auch hier die Waffen.

In Afrika wird Alkaida Menschen töten,

die dritte Welt wird leiden unter Hungersnöten.

Die Chinesen werden am Smog ersticken,

Die Wüsten werden weiter vorrücken.

Aleppo wird furchtbar bombardiert,

es werden Handelskriege geführt.

Konzerne werden über uns kommen,

denen jeder Bodenschatz willkommen.

Dem Nahen Osten wird Chaos winken,

Europa langsam im Müll versinken.

Was sich nicht rentiert, wird abgewickelt,

willigen Diktatoren der Thron vernickelt.

Indonesien überschwemmen die Fluten,

Kinder werden zu Rekruten.

Die Saudis machen den Jemen nieder,

Russland kriegt die Krim endlich wieder.

Wälder werden gerodet werden,

es gibt nur noch Monokultur auf Erden.

Die Emirate werden vorwärts eilen,

bei Hochhäusern und Todesurteilen

Nur weil ein Mann eine Wahl gewinnt,

die Zivilisation durch die Finger rinnt.

Die Reaktion vieler auf ihn beweist,

daß Evolution nur Lüge heisst.

Wahrheiten werden nur geglaubt,

wenn sie das Kapital erlaubt.

Gar mancher sagt vielleicht mit Hohn,

das gibt es doch jetzt alles schon.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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